Struktureller Wandel innerstädtischer Industriegebiete. Das Beispiel Halle-Ost

Matthias Pink, Sebastian Henn

Abstract


Strukturwandel ein, der sich u. a. in einer grundlegenden Reorganisation der industriellen Produktionsbasis widerspiegelte. Die industriell geprägten Stadtregionen waren – sie vereinigten Ende der 1980er Jahre etwa ein Viertel der industriellen Bestandsflächen der damaligen DDR auf sich (vgl. USBECK 1999, S. 1) – in besonderer Intensität von Betriebsschließungen betroffen. Einer zügigen Revitalisierung der innenstadtnahen Alt-Gewerbestandorte standen – von gesamtwirtschaftlichen Aspekten abgesehen – deren schlechte infrastrukturelle Anbindung, schwierige Verhältnisse am Bodenmarkt (ungeklärte Eigentumsfragen, hohes Preisniveau etc.), sowie Altlastenprobleme entgegen. Erschwert wurde die Situation ferner durch die Ausweisung neuer Gewerbegebiete im Umland der Städte oder an deren Rändern, da diese Areale über vergleichsweise bessere Standortbedingungen verfügten, und damit nicht nur Unternehmen von außerhalb der Region anzogen, sondern auch die Verlagerung von Unternehmen aus den innerstädtischen Gebieten begünstigten (vgl. USBECK 1999, S. 3), so dass die ursprünglichen Standorte zunehmend von Leerstand betroffen waren.

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Hallesche Diskussionsbeiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeographie

P-ISSN 1618-2111, E-ISSN 2196-3509