Mental Maps als Instrument der Bürgerbeteiligung? Erfahrungen aus einem Pilotprojekt in Leipzig

Susanne Kranepuhl, Daniela Ziervogel

Abstract


Bürgerbeteiligung in Planungsprozessen besitzt in Deutschland eine lange Tradition. Im Städtebauförderungsgesetz wurde 1971 ein weitgehender Bürgerbeteiligungsansatz verankert, der Niederschlag in verschiedenen formalen Instrumenten aber auch informellen Beteiligungsformen findet. Ursprüngliche Formen der Bürgerbeteiligung richteten sich vornehmlich an von Planungen und Maßnahmen betroffene Bürger und eröffneten ihnen die Möglichkeit der Teilhabe an konkreten Planungsprozessen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Darüber hinaus setzen Politik und Verwaltung auch auf informelle, d.h. nicht-normierte Formen der Bürgerbeteiligung, die es den Bewohnern ermöglichen sollen, ihre Vorstellungen über die Entwicklung ihrer Stadt zu artikulieren und sich in diesen Entwicklungsprozess einzubringen. In der Praxis offenbaren sich jedoch häufig Diskrepanzen zwischen der eingeforderten Beteiligung und dem Erfolg dieser Teilhabe. So kritisiert Selle (2007), dass im Planungsalltag vieler Kommunen Teilhabebemühungen an ihre Grenzen und auf Widerstand stoßen, wobei die Gründe hierfür vielfältig sind.

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Hallesche Diskussionsbeiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeographie

P-ISSN 1618-2111, E-ISSN 2196-3509