Der Braunkohlenbergbau bei Halle-Nietleben (Sachsen-Anhalt) bis zum Jahr 1855.

Teil II: Der Neuglücker Verein.

  • Eckhard Oelke

Abstract

Die 1841 erfolgte Bildung des Neuglücker Vereins war der erste Zusammenschluss von Braunkohlegruben im Distrikt des Oberbergamtes Halle. Etwa 10 Jahre lang war Neuglücker Verein die Grube mit der höchsten Förderung. 1847 gelang die Entdeckung des Unterflözes, das aber erst später abgebaut wurde. Ebenfalls 1847 wurde im östlichen Teil des Grubenfeldes, der früheren Grube Wilhelm, die Förderung auf eiserne Schienen umgestellt. Die Eisenbahn wurde bis zu einem Ausladeplatz geführt, der Kohletransport erfolgte in Englischen Wagen. 1855 musste der Tagebau wegen Erschöpfung aufgegeben werden. In diesem Jahr wurde die Eisenbahn als Pferdebahn bis zur Saale verlängert und in der Grube die Förderung mit Pferden eingeführt. Neuglücker Verein war die erste Grube im Distrikt des Oberbergamtes Halle mit einer unterirdischen Pferdeförderung. Der Neuglücker Verein vereinigte sich 1855 mit dem Alwiner Verein zum Bruckdorf-Nietlebener Bergbau-Verein. Bis 1855 waren durch einen Tagebau sowie mehrere Tagesstrecken und Schächte des Neuglücker Vereins 988800 t Braunkohle gefördert worden.

Veröffentlicht
2019-12-18
Rubrik
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