Zum Einsatz photogrammetrischer Methoden bei der Erzeugung von 3D-Modellen paläontologischer Objekte aus den Geologisch- Paläontologischen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Maximilian Albrecht
  • Marlene Höhle
  • Norbert Hauschke
  • Wolfgang Gossel

Abstract

Im Verlauf der dreidimensionalen Erfassung von paläontologischem Sammlungsmaterial aus den Geologisch-Paläontologischen Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kamen in einer ersten Phase Laserscanner-Systeme zum Einsatz. In einer zweiten Phase wurden photogrammetrische Methoden getestet, worüber in der vorliegenden Arbeit berichtet wird. Von besonderem Interesse war es dabei, von paläontologischen Objekten unterschiedlicher Größenordnung und mit unterschiedlichem Relief 3D-Modelle zu erzeugen. Bei den erfassten Fossilien handelt es sich um Sammlungsmaterial, das im Wesentlichen auf Initiative von Hermann Burmeister (1807-1892) in die universitären Sammlungen gelangt ist. Schädel stereospondyler Amphibien der beiden Arten Trematosaurus brauni und Parotosuchus nasutus aus dem Mittleren Buntsandstein von Bernburg (Saale) zählen dabei zu den mit maximal 60 cm Länge eher kleinen Objekten. Meereskrokodile der Art Steneosaurus bollensis aus dem höheren Lias (Posidonienschiefer) von Bad Boll und Holzmaden, erreichen hingegen Längen von bis zu vier Metern. Es werden die Vorteile der Photogrammetrie gegenüber dem Laserscanning aufgezeigt und Perspektiven erörtert.

Veröffentlicht
2018-08-15
Rubrik
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