Illit- und Chloritkristallinitäten aus der Harzgerode- und Wippra-Zone zwischen Breitungen und Questenberg, südöstlicher Unterharz

Thomas Müller, Helmut Heinisch, Dorothee Mertmann

Abstract


In der Harzgerode- und Wippra-Zone des Unterharzes wurden längs dreier Profile Illit- und Chloritkristallinitäten bestimmt und Dünnschliffuntersuchungen durchgeführt. Der untersuchte Ausschnitt der „Metamorphen Zone“ des Harzes befindet sich im südöstlichen Teil des Unterharzes zwischen Breitungen und Questenberg. Aus 53 Aufschlüssen wurden 159 Proben aus den stratigraphischen Einheiten der Wipper-Quarzit-Schwenda-Subformation, Rammelburg-Phyllit-Quarzit-Formation, Klippmühle-Quarzit-Formation und der Pferdeköpfe-Grünschiefer-Formation untersucht. Der Illit-(001)-Basisreflex zeigt in allen drei Profilen eine fast ausnahmslose Zugehörigkeit der Kristallinitätsdaten zur Anchizone, wobei die obere Anchizone überwiegt. Dieselbe Zuordnung ergibt sich auch aus dem Weaver-Index und den Chlorit-Kristallinitäten. Die Daten schwanken systematisch. Ein regionaler Trend quer zum Streichen ist nur undeutlich erkennbar. Im westlichen Profil steigt die Illit-Kristallinität leicht gegen Norden an, vermutlich verursacht durch die thermische Beeinflussung der Ramberg-Intrusion. Die Fluktuation der Werte wird mit einer postmetamorphen kleinräumigen Schuppentektonik im Zuge der postkollisionalen Hebung erklärt. Der generelle Trend der Daten steht im Widerspruch zu bisherigen Literaturdaten. Die regionale Gültigkeit ist durch Messungen in anderen Bereichen der „Metamorphen Zone“ des Harzes zu prüfen.

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften

P-ISSN 1432-3702, E-ISSN 2196-3495