JARINA (Steinnuss) - Das pflanzliche Elfenbein aus Amazonien - Ein Bio-Edelstein

Marcondes Lima da Costa, Suyanne Flavia Santos Rodrigues, Helmut Hohn, Herbert Pöllmann

Abstract


Jarina ist der Populärname für die in Südamerika endemische Palme Phytelephas macrocarpa (Phyto = Pflanze und elephas = Elefant) aus Amazonien. Die Samen der Pflanze, ihre Nüsse oder Jarina, gelten als pflanzliches Substitut für tierisches Elfenbein. Jarina wurde früher vor allem zur Herstellung von Knöpfen verwendet, heute allerdings ersetzt durch Plastikerzeugnisse. Seit den 80er Jahren des 20ten Jahrhunderts weckt die Jarina erneut wirtschaftliches Interesse: diesmal als Material zur Herstellung von Kunstgegenständen und Schmuck.
Die Jarina-Palme tritt in den brasilianischen Bundesstaaten Rondonia, Acre und Amazonas auf, wo sie mit anderen Bäumen vor allem in den Überschwemmungsgebieten und Tälern der Weißwasserflüsse, wie der Flüsse Purus, Juruá und ihrer Zuflüsse im Bundesstaat Acre, wächst.
Im Bundesstaat Acre existieren bereits verschiedene Vereine und kleinere Firmen, die in Handarbeit Jarina-Kunstgegenstände und Schmuck herstellen. Im Einklang mit der Natur stehen und entwickeln sich Kunst und Design sowie Verarbeitungstechniken. Für Amazonien leisten die neuen Produkte bereits einen Beitrag zum ökonomischen Selbstunterhalt.

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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften

P-ISSN 1432-3702, E-ISSN 2196-3495