Zur Oberkarbonflora in der Bohrung Jessen 1Z/62 bei Wittenberg (Sachsen-Anhalt)

Aribert Kampe, Stephan Schultka, Eberhard Kahlert, Bodo-Carlo Ehling

Abstract


Die Nachuntersuchung der Bohrung Jessen 1 Z/62 im Rahmen der Tiefenkartierung im südöstlichen Sachsen-Anhalt ergab, dass die fossilführenden Schichten zwischen Teufe 1050,40 m und 1202,0 m in das höhere Westfal D eingestuft werden müssen. Damit wird eine Neudefinition der Roitzsch-Formation notwendig. Floristisch kann Stefan nicht belegt werden, ist aber aus lithologischer Sicht höchst wahrscheinlich. Eine paläobotanische Beziehung zum Zwickauer Becken liegt nahe. Paralische Einflüsse in diesem Teilbecken des Saale-Senkungsgebietes zwischen Wittenberg und Torgau sind nicht belegbar. Die Obergrenze des Westfals dürfte bereits bei 1050,40 m und nicht erst bei 1065,30 m Teufe liegen, d.h.  erstmalig konnte (sekundär?) rotgefärbtes Westfal D im Bereich der Saale-Senke nachgewiesen werden.

The sediments of the drilling Jessen 1Z/62 between 1050,40 m and 1202,0 m are of Westphalian D age. Therefore it is  necessary to redefine the so called Roitzsch formation. Stephanian is not verified by plant fossils but is most likely by lithological reasons. Palaeontological relationships to the Zwickau Basin are obvious; therefore paralic influence is unverifiable in this part of the Saale depression between Wittenberg and Torgau. The upper boundary of the Westphalian is located by 1050,40 m, while former authors were opting for the depth of 1065,30 m. So at the first time reddish (secondary coloration) Westphalian D is demonstrated around the Saale depression.


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Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Hallesches Jahrbuch für Geowissenschaften

P-ISSN 1432-3702, E-ISSN 2196-3495