Der Braunkohlenbergbau bei Teutschenthal im Saalekreis

  • Eckhard Oelke

Abstract

In der Teutschenthaler Flur ist von spätestens 1795 bis 1921 Bergbau auf Braunkohle umgegangen. Bis zur Einführung des Allgemeinen Preußischen Berggesetzes 1865 galt für einen Teil der Flur das sächsische Kohlenmandat von 1743, für den  anderen Teil die preußische Magdeburg-Halberstädter Bergordnung von 1772. Die Gemengelage von Grundstücken mit unterschiedlichen Rechtsvorgaben hat den Braunkohlenbergbau in Teutschenthal behindert. In den ersten Jahrzehnten hat es in Teutschenthal eine unbekannte Anzahl von zumeist sehr kleinen, privaten Kohlegruben gegeben, die wohl in der Größenordnung 20 gelegen hat, dazu seit 1808 eine gewerkschaftlich organisierte Grube. Nach der Durchsetzung des  Regulativs von 1843 gaben die meisten Privatgruben auf, zumeist aus Erschöpfung ihrer sehr kleinen Felder; es entstanden aber weitere gewerkschaftlich organisierte Gruben. Insgesamt sind bei Teutschenthal 3,93 Mio t Braunkohle gefördert  worden.

Veröffentlicht
2019-05-08