Zur Zikadenfauna der Kiesgrube Käppelin in Weil am Rhein (Baden-Württemberg)

(Hemiptera: Auchenorrhyncha)

Autor/innen

  • Roland Mühlethaler
  • Esra Cirak
  • Herbert Nickel

Abstract

In der Kiesgrube „Käppelin“ in Weil am Rhein wurde über mehrere Jahre die Zikadenfauna untersucht. Es konnten insgesamt 77 Arten nachgewiesen werden, darunter zwei Erstfunde für Deutschland (Empoasca decedens, Kybos digitatus) und zwei weitere für Baden-Württemberg (Macropsis remanei, Pentastiridius beieri). Außerdem kommen im Untersuchungsgebiet 10 Zikadenarten vor, welche auf der Roten Liste stehen (nur „harte“ Gefährdungskategorien). Die Mehrheit der dokumentierten Arten ist arboricol, besonders auf verschiedenen Weidenarten. Ferner können aus dem Gebiet mehrere wärmeliebende, südeuropäische Zikadenarten sowie drei Neozoen vermeldet werden. Die Kiesgrube „Käppelin“ ist jedoch vor allem von großer Bedeutung als Ersatzstandort für Arten, die na-türlicherweise die heute kaum mehr vorhandenen Kies- und Schotterbänke unregulierter Flüsse besiedeln.

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Veröffentlicht

10.08.2018

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