Die Entstehung des Trockentals südöstlich von Langenstein und der voreiszeitliche Verlauf der Bode im nördlichen Harzvorland

  • Frank Michael Schmidt-Döhl

Abstract

In der Literatur wird die Entstehung des geomorphologischen Reliefs des Quedlinburger Sattels über die unterschiedliche Verwitterungsbeständigkeit der Gesteine erklärt. Hypothese der hier beschriebenen Untersuchung ist jedoch, dass es sich bei dem Trockental südöstlich von Langenstein um ein fossiles Durchbruchstal handelt. Dies basiert auf verschiedenen Beobachtungen, die auch dazu führen, dass die Bode dieses Tal geformt hat. Diese Beobachtungen sind:

1. Der Hoppelberg südöstlich von Langenstein zeigt eine starke Asymmetrie (Prallhang).

2. Die Talsohle geht über zahlreiche Gesteinsgrenzen hinweg.

3. Die Form des Trockentales an seinem oberen Ende passt zu einem Fluss der von Süden einströmt.

4. An der Roßhöhe nordwestlich von Warnstedt tritt Bodeschotter auf, in ungewöhnlicher Höhe.

5. Die Lücke in der Teufelsmauer zwischen Timmenrode und Warnstedt deutet auf einen früheren Flusslauf hin. Dieser Flussverlauf war aktiv von der Entstehung des Quedlinburger Sattels wahrscheinlich bis zum ersten Eintreffen von Eis am Nordrand des Harzes.

Veröffentlicht
2018-08-15
Rubrik
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