Kann man Wasser waschen? – Kinder experimentieren mit Wasser
Abstract
Wasser „begegnet uns im Alltag, es ist Gegenstand der Naturwissenschaften, der Philosophie, der Religion, der Ästhetik, es ängstigt und es bereitet Spaß, Erholung, Heilung. Wasser ist Gleichnis, Stoff und Symbol“ (Beck/Scholz 1998, S. 6). Wenn wir uns darauf einlassen mit Kindern diesen vielschichtigen und faszinierenden Stoff zu untersuchen, müssen wir mutig und offen sein: Offen für ihre Fragen, Ideen und Deutungen. Mutig, weil wir nicht wissen wohin uns die Reise führen wird. Uns wird schnell klar wie wenig wir selbst über „Wasser“ wissen, und wie schwer es uns Lehrenden bzw. Erziehenden fällt diese bedrohliche Ungewissheit auszuhalten.
Wollen wir ehrlich gegenüber den Kindern sein und sie ernst nehmen, dann müssen wir ihnen vertrauen und ihnen etwas zutrauen. Wir müssen ihnen vertrauen, dass sie ein ernsthaftes Interesse haben und wissen wollen. Wir müssen ihnen zutrauen, spannende und anspruchsvolle Fragen zu stellen und ebenso spannende wie anspruchsvolle Deutungen zu erfinden.
Dieser Beitrag ist die Erzählung einer solchen Reise ins Ungewisse. Im Rahmen ihres Lehramt-Studiums an der Universität Luxemburg erhalten Linda Fautsch und Isabelle Hoffmann den Auftrag in den drei Wochen ihres Praktikums in der Vorschulklasse von Sylvie Koetz ein Projekt zu gestalten, das unter der Leitfrage „Was tut Wasser, wenn es nicht fließt?“ steht. Hierbei werden sie von ihrem Tutor Patrick Sunnen begleitet.
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