Theorie: Grundlage für Verantwortung in der Wissenschaft

Gegen die Verwendung so genannter Theorien als wissenschaftliche Geschmacksverstärker

Autor/innen

  • Otfried Hoppe

Abstract

Hoppe fragt in seinem Text, woran Wissenschaft sich orientieren soll, wenn ihre zentrale Aufgabe die Erkenntnisleistung ist, es aber keine „wahre“ Erkenntnis geben kann. Die Antwort kann nur paradox ausfallen: sie hat sich an der Wahrheit zu orientieren und ausschließlich an der Wahrheit. Aber diese Wahrheit kann nur die theoretische Erkenntnis sein, dass Wahrheit ausschließlich in der Beobachtung der Bedingungen der Erkenntnis erreicht werden kann. Es ist deshalb sinnvoll und theoretisch einsichtig, dass aus der Konstruiertheit der Erkenntnis nicht eine Beliebigkeit des Erkennens und der Wirklichkeit abgeleitet werden kann. Das letztlich nicht Erkennbare, das „Sein“, die Wirklichkeit oder wie man es nennen will, löst sich ja nicht in Wohlgefallen auf, weil es erkenntnismäßig nicht erfasst werden kann. Er stützt sich dabei auf den radikalen Konstruktivismus und Theorien von Kant.

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Veröffentlicht

29.06.2022