Wer bestimmt eigentlich, was ein »Fehler« ist? – Drittklässler*innen im kollektiven Fachgespräch mit einer Dozentin über »Fehler«

Autor/innen

  • Bettina Blanck

Abstract

Gespräche sind grundlegend für den Sachunterricht. Je nach Verständnis über Bildung und individuelles wie gemeinsames Lernen stehen unterschiedliche Funktionen im Vordergrund: „Das Gespräch ist (1.) als wichtigste Vermittlungsform sachlicher Lerninhalte in der Schule anzusehen und muss insofern als eine der zentralen Methoden des Sachunterrichts betrachtet werden. Daneben gilt das Gespräch (2.) aber auch als Lerninhalt mit dem Ziel der Förderung der Gesprächsfähigkeit von Kindern im Grundschulalter“ und „(3.) als Handlungsfeld und Chance zur Verwirklichung der Erziehungsziele einer demokratischen Schule […] Es ist deshalb als grundlegende Methode im Bereich der Auseinandersetzung des Kindes mit der sozialen Umwelt, des sozialen Lernens und der politischen Bildung zu betrachten“ (Heinzel 2003, S. 121). Sich in Gespräche einbringen und an Gesprächen beteiligen zu können, wird sowohl subjektiv für die Einzelnen als auch gesellschaftlich als bedeutsam erachtet: „Das Gespräch ist im Sachunterricht der zentrale Ort, an dem Kinder ihr Erleben und ihre Ansichten der Welt darstellen und aushandeln können“ (Fischer 2007, S. 478).

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Veröffentlicht

18.06.2025