Die Bedeutung rekonstruktiver Sozialforschung für die fachdidaktische Forschung – dargestellt am Beispiel einer Studie zu Differenzerfahrungen von Kindern

Autor/innen

  • Florian Schrumpf

Abstract

Studien, die sich Kindheitsvorstellungen und den ihnen inhärenten Differenzerfahrungen beobachtend zuwenden, im Sinne einer „Rekonstruktion von Lebensorientierungen“ der Befragten (Bohnsack 2017, S. 36), sind nach Oldenburg und Schomaker (2024, S. 4) [...] noch rar. Dabei erscheint eine solche Zusammenführung fachdidaktischer und erziehungswissenschaftlicher Perspektiven den Autor*innen zufolge jedoch als ertragreich, um implizite differenzbezogene Praktiken von Kindern in fachdidaktischen Arrangements, aber auch während eines Forschungsprozesses herauszuarbeiten (vgl. Wagener 2024). An diesem Forschungsdesiderat setzt der vorliegende Artikel an. Er rekapituliert Erkenntnisse eines rekonstruktiven abgeschlossenen Forschungsvorhabens zu Differenzerfahrungen von Kindern (vgl. Schrumpf 2022) und arbeitet mit dessen Ergebnissen die Bedeutung rekonstruktiver Perspektiven für die Analyse von Differenzerfahrungen in einem didaktischen Kontext heraus. Hierfür wird einleitend der Differenzbegriff in einem kindheitswissenschaftlichen Kontext erschlossen. Aufbauend auf den Erkenntnissen folgen Erläuterungen zum Praxisbegriff sowie zur Dokumentarischen Methode als beispielhaftes rekonstruktives Forschungsprogramm. Die methodologischen Ausführungen werden durch Einblicke in empirisches Material basierend auf Gruppendiskussionen mit Kindern ergänzt. Es folgen abschließende Bemerkungen.

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Veröffentlicht

18.06.2025